Sevilla hat viele kulturelle Höhepunkte, welche man miterleben sollte. Nachdem wir schon die Semana Santa mit viel Begeisterung absolviert haben, konnten wir letztes Wochenende zwei Mal mit Freunden einer Corrida, einem Stierkampf, beiwohnen. Am Samstag waren wir bei einer normalen Corrida de Toros dabei und am Sonntag einer Corrida de Rejones. Erstere war ein, auch in der Schweiz bekannter, Stierkampf mit Toreros zu Fuss, welche sich sehr stark von der Corrida am Sonntag unterschied, bei der die Stierkämpfer hoch zu Ross ihre Kunst zeigen.
Sandra und ich sind uns bewusst, dass das Thema recht viele Emotionen hervorruft und von vielen Menschen als Tierquälerei angeschaut wird. Letzteres ist sicherlich nicht vollständig zu verneinen und wurde uns auch von Spaniern bestätigt. Überraschenderweise ist ein Stierkampf auch ein Anlass mit vielen Farben, Emotionen, toller Musik und einem teilweise sehr hochstehenden künstlerischen Streit zwischen Stier und Stierkämpfer, bei der nicht immer der Stier im Nachteil ist. Wir sind mit recht viel Vorurteilen an die zwei Anlässe gegangen und werden sicherlich nicht zu fanatischen Fans, aber zollen dem Gesamtanlass viel Respekt ob seiner Tradition, Schönheit und Ausdruckskraft.
Hier ein visueller Eindruck aus der Real Maestranza in Sevilla, welche eine Kapazität von gut 12.500 Zuschauern hat.

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