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Diese Woche beschäftigte Sevilla unter anderem ein Thema: Der verschwundene Kiosk
Der Stadtpräsident von Sevilla hat uns Sevillanos ein spezielles Weihnachtsgeschenk versprochen: Die Eröffnung der ersten Metrolinie durch Sevilla. Wohl nichts aussergewöhnliches. Wenn man aber bedenkt, dass die ersten Pläne für die Metro bereits vor 30 Jahren entstanden sind, ein Jubeltag. Unsere Spanischlehrerin hat mir erzählt, dass sie vor etwa zehn (oder zwanzig?) Jahren schon einmal angefangen haben zu buddeln. Dann kam irgend etwas dazwischen und sie haben die bereits vorhandenen Eingänge zur U-bahn einfach zugemauert und die Arbeit liegen lassen.
Nun ist es also soweit.. oder?
Wenn da nicht die Sache mit dem verschwundenen Kiosk wäre. Am letzen Dienstag um etwa 16.30 Uhr hat sich neben der Metrobaustelle, 100 Meter neben der Helvetia übrigens, die Erde geöffnet und den Kiosk, der dort stand verschluckt. Verletzt wurde zum Glück keiner. Der Mann, seine Frau und das Kind, welche sich im Kiosk aufgehalten haben, konnten rechtzeitig rausspringen. Sie spürten ein Rütteln und flohen. Der Kiosk flog dann kopfvoran (oder sagt man da dachvoran) in den etwa 6mal6 Meter grossen Schlund. Die Eröffnung der Metro wird nun verschoben – auf unbestimmt.
Der Hammer ist aber, dass sie den Kiosk nun nicht rausgezogen, sondern einfach einbetoniert haben. Da werden unsere Nachfahren aber mal Freude haben, wenn sie all die Zeitschriften finden.
Hier ein Bild vom Schlund.. der Kioskboden (rostbraun) ist zu erkennen:
Ausserdem gefiel uns regelmässige „20-Minutos-Leser“ (in gedruckter Form) folgender Artikel:
Ablamoh andalú y lo keremoh yebá ar papé.. Wer ein bisschen Spanisch kann und diese Wörter lautgetreu liest wird (vielleicht) folgendes verstehen: Hablamos andaluz y lo queremos llevar al papel. Auf deutsch: Wir sprechen Andaluz (Andalusischer Akzent) und möchten es zu Papier bringen.
Vor dem Andaluz wurden wir ja bereits vor unserer Abreise gewarnt. Die Eingeborenen sprechen hier einen derart groben Dialekt, das selbst Spanier ihn nicht verstehen. Jene Personen in unserem Umfeld, die am „schlimmsten“ sprechen sind die Chefin von Sandra und ihr Pultnachbar. Unterdessen können wir auch schon verschiedene Andaluz unterscheiden und hören ob sie aus Sevilla oder Cádiz kommen. Was sie aber genau sagen, können wir meistens nur erahnen, leider.
Die Verwandten von Sandra haben schon Panik, dass sie den Dialekt annehmen wird. Wir müssen sie leider enttäuschen, denn langsam beginnen auch wir die Wortenden wegzulassen und das S aus Prinzip nur am Wortanfang und sonst gar nie zu sagen. Selbstverständlich beherrschen wir auch das Castellano, welches wir dann auch im Mai an der Diplomprüfung einsetzen werden.
Was gibt es sonst noch zu erzählen?
Nachdem René am letzten Sonntag bei Hochsommer bei uns in die Schweiz zurückgeflogen ist, sind die Temperaturen hier wieder gesunken. Am Morgen erwarten uns an der Bushaltestelle etwa 5 Grad. Da unsere Wohnung überhaupt nicht isoliert ist.. die Vorhänge bewegen sich auch wenn die Fenster und die Läden geschlossen sind.. haben wir nun die Gasheizung in Betrieb genommen. Sandra hat sich erst ein bisschen gesträubt (Angsthäschen
) erfreut sich nun aber an der auf 19 Grad geheizten Stube.
Das nächste Weekend ist um einen Tag verlängert. Der Montag 8. Dezember ist ein Feiertag.. so wie übrigens der 6. Dezember. Nein, nicht wegen dem Samichlaus.. sondern die Spanier haben dann ihre Verfassung verabschiedet. Wir überlegen uns, ob wir mit dem Auto in Richtung Portugal aufbrechen sollen.. Mal schauen.. wir werden es berichten.
Weihnachtsstimmung? Wir sind gespannt darauf. Advent kennen sie nicht. Weder Adventskranz noch Adventskalender (wir hingegen schon
). Ab dem 8. Dezember soll dann aber dank der Weihnachtsbeleuchtung in den Strassen Stimmung aufkommen. Der Schnee wird wohl fehlen.. Speziell ist auch, dass sich die Spanier nicht viel aus dem 24. Dezember machen, Geschenke bringen erst die Könige am 6. Januar.
Wir wünschen euch einen besinnlichen Advent!
Dieses Wochenende hatte es in sich!

Um ein Uhr morgens ging es noch bis in die frühen Morgenstunden weiter nach Triana und in die Alameda. Uns hat es super gefallen!
In zwei Wochen kommen die beiden Gastgeber zu uns und wir weihen sie in die DOG-Geheimnisse ein.
- Zudem konnten wir feststellen, dass hier in Sevilla unsere Firmenlogo nicht in den gewohnten Farben sondern in Gold an den Gebäuden hängen. Dies nicht etwa weil hier alles zu Gold wird, sondern weil man schlichtweg beim Firmennamenwechsel die lokalen Behörden nicht nach den Vorgaben gefragt hat – so hängen jetzt die teuren Lichtfarblogos irgendwo in der Provinz statt an den illustren Plätzen der Stadt.
- Auch bei uns ist die Weihnachtszeit losgegangen. Zumindest was den Vorverkauf angeht.
Ist noch speziell in einer Stadt zu leben, die Weihnachten feiert, aber in der es nie schneien wird.
Anbei ein Foto, wie es aussieht, wenn ein Hurrikan von Kleinkindern den hiesigen Luxusladen Corte Ingles unsicher macht.
- Dann konnten wir noch die „coche“ von Fernando Alonso bestauen und den Beweis antreten, dass James Bond praktisch inkognito in der Stadt unterwegs war – ist ja klar das er einen „SEAT“ fährt.
- Übrigens geht die Story mit den Invasoren aus Fernost in die nächste Stufe über. Weil die Chinesen anscheinend neu auch für die Wirtschaftslage in Spanien Schuld sind (schliesslich verdrängen sie lauter spanische Läden…. Das ist mal noch eine Logik) sollen jetzt keine chinesischen Läden mehr eröffnet werden dürfen (obwohl dies gegen EU-Recht verstösst – es lebe die Planwirtschaft). Ich habe dafür endlich herausgefunden, warum die Läden so erfolgreich sind.
Wie könnte es auch anders sein, Schuld sind die Politiker. Es gibt in Spanien tatsächlich ein Gesetz, welches den lokalen Behörden in strukturschwachen Regionen ermöglicht, ausländischen Unternehmern (gedacht waren eigentlich Industrieunternehmen) die Steuern für fünf Jahre zu erlassen. Tja, was machen jetzt die clevereb Chinesen? Fünf Jahre gehört der Laden dem Sohn, dann der Tochter, dann dem Vater, dann….. Und da sie gleiche Artikel (und nicht etwas neue Industriegüter wie in der Schweiz z.B. in Neuenburg) anbieten können, ohne Steuern zu bezahlen, sind sie natürlich viel günstiger. Darauf die Steuern wieder einzuführen, ist hier leider noch keiner gekommen….
Wie versprochen an dieser Stelle einen kurzen Weekend-Rückblick:
Am vergangen Freitag hat sich Patrick frei genommen und als Stadtführer Sonja und Marco die spannendsten Orte Sevillas gezeigt. Am Abend ging es dann auf die bereits berühmt-berüchtigte Tapastour. Am Samstag stand der Frauen Lieblingsbeschäftigung auf dem Programm: Shoppen. Anschliessend widmeten wir uns dem DOG zu. Nein, das ist kein Hund, sondern ein mega cooles Spiel. Lies hier die Beschreibung. WIr spielten es dann auch bis in die Morgenstunden.
Am Sonntag besuchten wir die Ausgrabungsstaette Italica. Diese ehemalige römische Stadt wurde 206 vor Christus gegründet und wurde bis jetzt nur zum Teil wieder ausgegraben. Weitere Informationen zu Italica findest du hier. Weiter ging es nach Carmona. Nach einem Rundgang liessen wir vor einer „Cafeteria“ nieder und schlemmten diverse Tapas. Wie spielten wiederum einige Runden DOG und zügelten unser Tisch mit dem Sonnenstand mit. Herrlich. Abends gabs Spaghetti und die letzten Partien DOG. Es war ein überaus erholsames und auch lustiges Wochenende.
Nun sind wir wieder mitten in der Arbeit und blicken bereits aufs nächste Weekend. Morgen, direkt nach der Arbeit, verabschieden wir einer unserer Arbeitskollegen. Wir wissen noch nicht wo das hinführen wird.. auf jeden Fall haben wir mal provisorisch alle anderen Aktivitäten abgesagt
. Am Samstag kommt dann Cousin Roberto mit seiner (hochschwangeren) Frau Elena zu Besuch. Er besucht hier einen Kongress zum Thema Blog (oder sowas ähnliches). Es wird wohl keine lange Tapas-Tour geben, dafür einen gemütlichen, ruhigen Abend.
Bereits am nächsten Dienstag folgt der nächste Besuch aus der Schweiz.. Wer? Verraten wir im nächsten Blog
E gueti Ziit…. ups fast vergessen.. natürlich gibt es unter Sevilla-Fotos Bilder von Italica und Carmona.
Bestimmt habt ihr euch gefragt, was wir denn so treiben, da wir schon lange nichts mehr berichtet haben. Nun kurz vor dem Wochenende hier das wichtigste in Kuerze:
- Vor zwei Wochen trafen wir Michi (aus Singapur eingeflogen) und Sandra in Sevilla und genossen einen schoenen, sonnigen Nachmittag miteinander.
- Letztes Wochenende war Jassen angesagt.. Patrick erhielt Besuch von seinen drei Jasskollegen und es wurde wie wild Karten gespielt. Zwischendurch trafen wir uns dann zum gemeinsamen Essen
- Dieses Wochenende sind nun Marco und Sonja hier und wir freuen uns, mit ihnen die berühmt-berüchtigte Tour-de-Tapas zu machen. Ausserdem werden wir.. das erzaehlen wir euch dann naechste Woche.
- Die Temperaturen sind gefallen!! Wenn die Sonne scheint (und wir am arbeiten sind) steigen die Temperaturen ueber 20 Grad. Jedoch nach Sonnenuntergang wird es ziemlich frisch, so um 10 Grad. Da die Haeuser ueberhaupt nicht isoliert sind, sind wir am frieren.. So heisst es nun warm anziehen und einander gegenseitig warm geben
- An verschiedenen Orten in Spanien hat es geschneit! Im TV wurde berichtet, dass es teilweise bis zu 50 cm Schnee gegeben hat und die Leute sind fast ausgeflippt.. Wahrlich ein Jahrhundertschnee. Natuerlich haben wir mitbekommen, dass es in der Schweiz auch bereits geschneit hat.. dies hat uns jedoch eher weniger ueberrascht.
Wir wuenschen euch ein schoenes (sonniges?) Wochenende..









